Lendenwirbel bandscheibenvorfall? Was können Sie tun

Rückenschmerzen im unteren Rücken gehören zu den häufigsten Beschwerden der Europäer und sind zu einer Volkskrankheit geworden. Manchmal kann ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule (LWS) die Ursache dafür sein, manchmal stecken jedoch auch andere Erkrankungen oder kurzzeitige Belastungserscheinungen dahinter.

Fehlhaltungen, das Heben schwerer Gegenstände und Unfälle können als Ursache gelten. Besonders gefährdet sind Personen mit anlagebedingt schwachem Bindegewebe, außerdem vergrößern Übergewicht und fehlende Bewegung das Risiko. Ein Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule tritt weit häufiger auf als im Bereich der Halswirbelsäule (HWS). Am häufigsten betroffen ist die Bandscheibe zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbel (LWK 4/5) und dem 5. Lendenwirbel und dem Steißbein (LWK 5/SWK 1).

Lendenwirbel Bandscheibenvorfall – Wie äußert sich das?

Ein Bandscheibenvorfall äußert sich meist in Schmerzen, die einerseits lokal begrenzt direkt um die betroffene Stelle herum auftreten. Andererseits können sie sich jedoch auch bis in die Beine ziehen. Solche Schmerzen bis in Beine und Füße treten dann auf, wenn die geschädigte Bandscheibe auf die Nervenbahnen drückt. Ein Ziehen in den Beinen, Kribbeln und Ameisenlaufen in den Oberschenkeln oder auch Taubheitsgefühle sind weitere Symptome, die auf einen Bandscheibenprolaps hindeuten können. Wenn die Schmerzen einseitig auftreten, kann dies als Hinweis dafür gelten, dass die Bandscheibe seitwärts ausgetreten ist. In sehr ausgeprägten Fällen treten auch Lähmungen im Bein auf. In anderen Fällen kann es sein, dass Muskeln geschwächt sind und Füße und Beine weniger beweglich sind. Bei manchen Patienten knicken plötzlich die Füße weg. Drückt die Bandscheibe gegen den Ischiasnerv, zieht sich der Schmerz meist vom unteren Rücken über das Gesäß bis hin in die hinteren Oberschenkel. Wie intensiv der Schmerz ausgeprägt ist, liegt an der Position der Bandscheibe und auf welche Nerven sie mit welcher Intensität drückt.

Lendenwirbel Bandscheibenvorfall

Für die Diagnose untersucht der Arzt die Empfindungen des Patienten an Rücken und Beinen Er prüft die Beweglichkeit, untersucht die Reflexe und erfragt die Vorgeschichte der Beschwerden. Diese Anamnese vermittelt ihm ebenso wichtige Erkenntnisse für die Diagnose. Ebenso wichtig sind Röntgenbilder und die Bilder aus der Magnetresonanztomographie (MRT).

Im Gegensatz zum „Hexenschuss“, der meist plötzlich nach falsch ausgeführten Bewegungen auftritt und oft von selbst wieder verschwindet, handelt es sich bei einem Bandscheibenvorfall meist um einen längeren Heilungsprozess. Die Therapie setzt bei der Schmerzbekämpfung an. Um die Muskeln zu lockern, werden manchmal auch Wärmebehandlungen als wohltuend und entspannend empfunden. Neben der Schmerztherapie spielt auch die Schonung eine große Rolle. In der Krankengymnastik löst der Physiotherapeut behutsam den Druck von der Wirbelsäule und erarbeitet gemeinsam mit dem Patienten Bewegungsabläufe, die die geschädigte Stelle nach der Heilung schonen und vorsichtig kräftigen. Gymnastische Übungen aus der Rückenschule gelten als geeignete Vorbeugung gegen einen weiteren Schaden an der Wirbelsäule.

Lendenwirbel Bandscheibenvorfall – Wenn konservative Therapien nicht helfen

Wenn die Symptome trotz der konservativen Maßnahmen weiter andauern oder sich sogar verschlimmern, kann in seltenen Fällen eine Operation nicht ausgeschlossen werden. Die Diagnose mittels Magnetresonanztomographie gibt dem behandelnden Arzt wertvolle Hinweise auf die Notwendigkeit einer Op.

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